Was passiert am [GO]? #17
Foto: Privat
In dieser Rubrik erfährst du jeden Monat, was am [GO] geschieht. Dies ist die Maiausgabe, einen Tag zu früh. Grund für die terminliche Abweichung ist der Tag der Arbeit.
Aktuelle Meldungen Mai 2026
vom 30. April 2026
Schulgeschehen
Abitur
Noch bis zum 08.05.2026 wird Abitur geschrieben. Anders als in früheren Jahren wird die P-Aula dieses Jahr nicht verwendet. Bitte seid leise, wenn ihr euch in der Nähe der Prüfungsräume (hauptsächlich B-Gebäude und Georaum) befindet.
Schulhofsichtung
Schon vergangene Woche, aber auch heute, wurde ein neues Mitglied der Schulgemeinschaft auf dem Schulhof gesichtet. Dieses konnte direkt alle Herzen für sich gewinnen:
Schulpolitik
Schulkonferenz
Am 22.04.2026 wurde entschieden, ob Frau Freitag ihr Amt als Unterstufenkoordinatorin beibehalten soll. Die Schulkonferenz entschloss sich einstimmig dafür, nachdem auch die Lehrerkonferenz mit über 90% zugestimmt hatte. Dies sei eines der besten Voten seit langem, so Schulleiter Hr. Weiss.
Schüler:innenrat
Am Dienstag, den 05. Mai tagt der Schüler*innenrat. Auf der Tagesordnung steht vorrangig ein Votum: Die Abteilungsleitungen der Stufen sollen, wie schon länger beschlossen, künftig neu geregelt werden (s.u.). Frau Eucker soll hierbei das neugeschaffene Amt der Abteilungsleitung Jahrgang 7/8 übernehmen, wozu der Schüler:innenrat ein Votum abgeben muss. Das Votum ist jedoch eher als Meinungsabfrage zu sehen, letztendlich kann nur die Schulkonferenz über ihre Einsetzung entscheiden.
Des weiteren werden für das restliche Schuljahr zwei neue Hauptmitglieder für den Kreisschüler:innenrat (KSR) gewählt, nachdem die bisherigen KSR-Mitglieder vom GO zurückgetreten sind. Die beiden am 05. Mai gewählten KSR-Mitglieder sind dann auch schon am 21. Mai (12-14:00) gefordert, dann findet nämlich die nächste Sitzung des KSRs Altona 1 statt – am GO.
Sonstige Gremien
Elternrat
Der Elternrat tagt am 06.05.2026. Es wird inhaltlich vor allem um Digitalisierung gehen.
Kultur, Veranstaltungen und Sport
Kultur
Am 04.05.2026 führt der Theaterkurs 10 um 19:00 ein Theaterstück vor. Leider ist bislang unbekannt, um welches es sich handelt, außer einem Eintrag im IServ-Kalender fand nämlich keine Öffentlichkeitsarbeit statt.
Am 30.05.2026 ist zu einer bislang unbekannten Uhrzeit das Musixx-Konzert. Teilnehmer:innen der Musixx-Reise führen wie jedes Jahr ein weites Repertoire an Musik vor.
Sport
Am Freitag, den 08.05.2026 steigt in der 3. bis 6. Stunde das Basketballturnier der 8. Klassen. Wir wünschen allen Teilnehmenden viel Erfolg!
Ferien, Austäusche und Reisen
Da es diesen Monat sehr viele Termine dieser Kategorie gibt, heute mal stichpunktartig:
- 27.04.-04.05.2026 / Gegenbesuch des Austauschs nach Nantes (französisch)
- 04.05.-07.05.2026 / Gegenbesuch des Austauschs nach Esbjerg (englisch; Jahrgang 7)
- 11.05.-15.05.2026 / Maiferien
- 18.05.-24.05.2026 / Gegenbesuch des Austauschs nach Créon (französisch; Jahrgang 9)
- 25.05.-29.05.2026 / Musixxreise mit Konzert am 30.05. (siehe Kultur)
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Das Aufblühen
Ein poetischer Text von Alva (5. Klasse), der uns aus der AG „Kreatives Schreiben“ erreichte
Fotos: Hof
Prolog
Es war an einem Tag, da schien die Sonne auf die Blumen und man dachte über nichts als die Sonne nach, die dem Schatten keine Gnade setzte.
Das Aufblühen
In einem kleinen Garten in Brüssel wuchsen jeden Frühling die gleichen Blumen: Lavendel, Märzbecher, Krokusse, Osterglocken und wilde Stiefmütterchen; allesamt geordnet. Doch diesen Frühling war etwas anders.
Lidia Lavendel erwachte eines Tages aus ihrem langen Winterschlaf und sah sich um. Der Garten war trocken und verstaubt. Sehr weißlich schrie sie: „Hilfe!“.
Man muss wissen, Pflanzen haben ihre eigene Sprache: die Sprache der Düfte. Sie strahlen für jedes Wort einen bestimmten Geruch aus, der immer unterschiedlich ist.
Die anderen Blumen wachten langsam auf und sahen dem Spektakel zu. Es war gekommen, das Schlimmste, was passieren konnte. Sie hatten bis zum Sommer verschlafen. Sie hatten den Kreislauf durcheinandergebracht. Die Tage vergingen und Trockenheit bereitete sich auf die Blumen aus.
Sie mussten eine Lösung finden, wie sie diese beenden konnten.
Ein Krokus hatte die Idee, dass alle Blumen einfach wieder einschlafen könnten, doch viele hatten Bedenken dagegen, da man vielleicht gar nicht wieder aufwachen würde.
Verzweiflung machte sich breit.
Es war die einzige Idee, die sie hatten!
Da vernahmen sie plötzlich eine Stimme „Ach, ihr seid doch viel zu früh. Es ist doch erst Dezember.“
Da fiel es den Blumen wie Schuppen von den Augen: Der Staub, den sie gesehen hatten, war Schnee! Da wäre die Lösung des Krokus’ doch sinnvoll gewesen! Doch der Krokus war nicht mehr anwesend und sie wussten nicht, wie sie wieder einschlafen sollten, denn sie schliefen sonst automatisch ein, wenn der Sommer und der Herbst vorbei waren.
Eigentlich müssten sie die Menschen erreichen, um sie um Rat zu fragen!
Doch wer beherrschte die Menschensprache?
Das Gras konnte Bärensprache. Eine Fichte konnte die Menschensprache, doch nur falsches Deutsch und in Brüssel sprach man Französisch. Trotzdem wollten sie es versuchen: Als eines Tages ein Mensch draußen zwischen ihnen spazierte, sprach die Fichte: „Hilfe, wir wissen nicht, wie wir einschlafen können.“ Der Mensch hörte nur eine Stimme und war ganz verwirrt. Er holte seinen Sprachübersetzer und bat: „Sag es noch einmal!“ Die Fichte sagte es noch einmal und der Mensch verstand. Durch den Apparat sagte er: „Ich hole einen Gärtner. Er wird euch helfen.“ So rannte der Mensch davon. Die Pflanzen warteten und warteten und warteten. Sie wussten nicht, ob es nur ein paar Minuten oder viele Stunden waren, denn das Licht war gleichmäßig grau und überall lag Schnee. Doch plötzlich hörten sie ein Tuckern, eine knallende Tür und Schritte. Eine Frau in einer grünen Uniform und der Mensch von vorher gingen auf sie zu. Die beiden redeten miteinander über etwas, dann holte die Frau einen Sack mit komischen Körnern. Sie streute die Körner auf alle Blumen. Es passierte – nichts.
Ein paar Tage später fühlten sich alle schlapp. Sie schliefen tatsächlich langsam ein. Sehr langsam. Doch sie waren gerettet. Das war das Wichtigste.
Im Frühling
Sie wachten wieder auf! Dieses Mal in einem grünen Garten. Sie strahlten in allen Farben. Danke liebe Gärtnerin!
Was passiert am [GO]? #16
Foto: „Hawthorn in Spring“ by enneafive is licensed under CC BY 2.0.
In dieser Rubrik erfährst du jeden Monat, was am [GO] geschieht.
Aktuelle Meldungen April 2026
vom 09. April 2026
Schulgeschehen
Letzter Schultag S4 und Abitur
Morgen (10.04.2026) folgt auf die aktuelle Mottowoche der letzte Schultag der S4. Daraufhin folgt eine etwa einwöchige Lernphase, und am 21.04. startet das schriftliche Abitur mit der PGW-Prüfung. Wir wünschen allen Abiturient:innen viel Glück!
Bitte seid leise, wenn ihr während der Prüfungen in der Nähe der P-Aula seid.
Des Abiturs wegen ist in diesem Monat sonst recht wenig los.
Schulpolitik
Schulkonferenz
Am 22.04. tagt die Schulkonferenz. Hauptinhalt soll „Resümee und Perpektive von [Unterstufenkoordinatorin] Frau Freitag mit Aussprache“. Die Sitzung dient also der Bestätigung Frau Freitags in ihrem Amt.
Sonstige Gremien
Gestern (08.04.) tagte der Ganztagsausschuss. Die besprochenen Inhalte sind aktuell nicht bekannt.
Kultur, Veranstaltungen und Sport
Das Frühlingskonzert findet am heute um 19:30-21:30 Uhr statt. Dabei sind die drei Chöre und das Orchester. Das Programm bietet eine Vielfalt der Musik, von Barock bis Michael Jackson ist alles dabei.
Am 19.04. steigt in den neuen Turnhallen TH2-TH4 in der 3.-6. Stunde das Ultimate-Frisbee-Turnier der 7. Klassen.
Die S2 veranstaltet morgen (Freitag, der 10.04.2026) von 18:00-20:30 eine U-Party. Ein Motto gibt es nicht.
Ferien, Austäusche und Reisen
SR-Reise
Die SR-Reise geht vom 17.04. bis zum 19.04.2026 auf Föhr. Wie jedes Jahr soll thematisch in Arbeitsgruppen gearbeitet werden. Dabei sind (im Idealfall) alle Klassen- und Stufensprecher:innen, die Verbindungslehrkräfte (Hr. Greb & Fr. Meißner) sowie die SV.
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Der Internationale Strafgerichtshof
Titelbild: "International Criminal Court Headquarters, Netherlands" by Hypergio is licensed under CC BY-SA 4.0.
Ein Text von Maya (9c)
Wer kümmert sich eigentlich um Völkermorde oder Kriegsverbrechen? Wenn Einzelpersonen riesige Verbrechen begehen und der Staat diese nicht bestraft, an wen wird sich dann gewendet?
Eine Institution, die sich um ebendiese Verbrechen kümmert, ist der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag. Wir haben recherchiert, den Gerichtshof besucht und konnten sogar persönlich mit einer Mitarbeiterin sprechen. Heute möchten wir ihn euch vorstellen, da er wichtige und aktuelle Gerechtigkeitsthemen behandelt und leider dennoch sehr unbekannt ist. Im Angesicht der aktuellen weltweiten Situation, in der Gerechtigkeit leider immer weiter in den Hintergrund rückt, wollen wir zeigen, wie Menschen weiterhin für Gerechtigkeit arbeiten.
Beginnen wir mit dem Allgemeinen. Der IStGH (Internationaler Strafgerichtshof) ist auch unter dem Namen ICC (International Criminal Court) oder CPI (cour pénale internationale) bekannt. Er liegt in Den Haag, einer niederländischen Hauptstadt. Die Gründung war 1998 und heute gibt es 125 Mitgliedstaaten, darunter alle EU-Länder. Zwar in Zusammenabeit mit, doch unabhängig von den Vereinten Nationen, basiert der Gerichtshof auf einem Vertrag. Bei Verbrechen, die in einem Mitgliedsland geschehen oder von einer Person mit der Nationalität eines Mitgliedstaates ausgeübt werden, ist natürlich zuerst einmal der Staat verantwortlich. Doch trägt dieser keine Verantwortung (bspw. aufgrund korrupter Führung, der Regierung als Täter:in oder des Angriffes eines anderen Landes) kommt der IStGH ins Spiel. Er bearbeitet Fälle zu Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Verbrechen der Aggression.
Was bedeutet das konkret? In der Vergangenheit wurde zum Beispiel Joseph Kony, der ugandische Kommandant einer Terrormiliz angeklagt, weil er Kindersoldaten einsetzte. Aktuell ist der Expräsident der Philippinen, der Hinrichtungen anordnete, verhaftet.

Im IStGH gibt es eine kleine Ausstellung. Solltet ihr einmal in Den Haag sein, kann ich nur empfehlen, den Strafgerichtshof zu besuchen. Er ist öffentlich zugänglich (aber nehmt euren Pass mit!) – zumindest teilweise. Zum öffentlichen Bereich gehören die Ausstellung und sogar (sofern ihr 16 seit) die Verhandlungen. Aber zurück zur Ausstellung. Die Ausstellung beschreibt wie genau die Verhandlungen und vor allem der Weg zu den Verhandlungen abläuft. Hier einmal ein paar Informationen zum ungefähren Ablauf. Bevor eine Anklage gemacht werden kann, müssen erst einmal viele, stichfeste Beweise gesammelt werden. Hierzu gehören Zeug:innenaussagen. Die Ermittelnden arbeiten dabei häufig mit NGOs zusammen. Betroffene können eine Aussage machen und werden schließlich vor Gericht von Anwält:innen vertreten, auch z.B., damit sie Traumata nicht wiederdurchleben müssen. Außerdem werden auch Beweise wie Tatwaffen gesichert. Wenn genug Beweise gesammelt wurden, wird überprüft ob die Beweise sicher genug sind. Damit die Gerichtverhandlungen beginnen, muss nun die angeklagte Person nach Den Haag kommen. Das funktioniert nicht immer, Terrorist Joseph Kony zum Beispiel ist seit 2005 untergetaucht und die Verhandlungen konnten nicht beginnen. An die Öffentlichkeit treten kann er nun allerdings nicht mehr, denn sobald er gefunden wird, kommt er nach Den Haag, wo genug Beweise gegen ihn gesammelt worden sind, um ihn zu verklagen. Nach einer Verurteilung sitzen die Täter:innen ihre Strafe in der Regel nicht in ihrem Heimatland im Gefägnis ab, sondern in einem anderem Land, das sich bereit erklärt hat.
Vielleicht habt ihr davon schon in der Zeitung gelesen: Wie schnell Europa wieder in die 90er versetzt werden kann, wird uns im Moment lebendig vor Augen geführt. Weder die USA, Israel, noch der Iran haben den Vertrag zur Anerkennung des IStGH (Römisches Statut) unterschrieben, Palästina allerdings schon. Dem Präsidenten von Israel, Netanjahu wird vorgeworfen, verschiedene Kriegsverbrechen begangen zu haben, wie den Gaza-Streifen schließen, wodurch keine Hilfsmittel mehr an Zivilist:innen geliefert werden konnten, oder das Bombardieren von Schulen und Krankenhäusern. Da diese Verbrechen in einem Mitgliedsland stattfanden, konnte der IStGH Ermittlungen einleiten. Trump, der sagte, dass er mit Israel ,,befreundet“ sei, fand die Entscheidung der Richter:innen falsch und setzte die Hauptrichtenden des Gerichtshofes auf eine Liste, auf der früher vor allem Terrorist:innen waren. Wer auf dieser Liste steht, darf keine US-amerikanischen Angebote mehr nutzen, das heißt zum Beispiel, dass die Verwendung von PayPal, Apple, Kreditkarten, und Co. ist ihnen nun unmöglich gemacht worden ist. All diese Apps sind aus den USA und diese Situation zeigt, wie abhängig Europa von den Vereinigten Staaten ist. Betroffene erzählen, wie sie kaum mehr digitalen Medien nutzen können und wie sie bspw. nur in bar zahlen können. Für Hotelbuchungen müssen sie anrufen oder sind für Geldüberweisungen von anderen Menschen, denen sie vertrauen müssen, abhängig. Glücklicherweise wollen die Richter:innen ihre Arbeit trotz Allem fortführen.
Was dieses Geschehen auch zeigt, ist wie zerbrechlich Gerechtigkeit heute ist: Was passiert, wenn die Gerichte nicht mehr unabhängig von der Regierung handeln?












