Ein Kommentar von Emil (8b)

Fotos: Luna (5c)

Es war einst eine Zeit, da war nebst der P-Aula eine Fläche, die ward so voll Bambus und Grün, dass man schon fast vergaß, dass man in der Schule war. Sodann kam der Umbau der Gebäude, und die grüne Fläche verschwand zugunsten einiger Lerncontainer, welche während der Baustellen-Zeit als Klassenräume dienten. Als die Renovierungs- und Baumaßnahmen vorüber wurden, verschwanden die Container wieder. Dann passierte: Nichts. Bis schließlich ein neues grünes graues Klassenzimmer entstand. Dieses ward umrandet von grün (dies absichtlich kleingeschrieben, gleich wie die Pflanzen), blieb in größten Teilen jedoch eine Sandfläche mit zwei Sonnensegeln, die mehr schlecht als recht ihren Job erfüllen. Alles in allem ist die neue Lösung nicht ideal. Warum entschied man sich nicht für eine Lösung wie die alte, optimale, bambussige Version? Niemand konnte etwas gegen diese haben; es war schattig, kühl und ruhig. Jetzt? Kein Sichtschutz! Kein Sonnenschutz! Kein Lärmschutz! Man nenne mir einen Vorteil (außer „Ja sieht halt cool aus“!) Irgendwelche Vorschläge? Nein? Mich wundert es nicht!

Dabei sind die grundlegenden Ideen eigentlich gut: Ein Sonnensegel spendet flächendeckend Schatten; das wäre anders weder so leicht möglich noch so ästhetisch umsetzbar. Die einzige andere Option, die mir einfällt, wäre ein Baum, der braucht aber erst mal Jahre, bis er ausgewachsen oder zumindest groß genug ist. Aber warum sind diese Sonnensegel so klein? Apropos Bäume: Im Gegensatz zu früher gibt es solche nun, dafür fehlt der Bambus, der wäre mir persönlich lieber; das ist aber eher Geschmackssache. Wie groß nun die Bäume werden, das weiß ich nicht. Da sie recht nah aneinander stehen, vermute ich jedoch: Nicht groß, um die Situation grundlegend zu verändern.

Welchem Zweck sollte ein solcher grüner Ort in einer Schule dienen? Es sollte dort relativ kühl bleiben und ein natürlicher Rückzugsort für die Schüler:innen entstehen. Beider Hauptzwecke wurden allerdings komplett verfehlt. Hier staut sich Hitze mehr und der Platz wirkt unnatürlich. Mir kommt es so vor, als habe man hier nach „Form over Function“ gearbeitet, also mehr auf die Optik als auf das Funktionieren geachtet. Dazu lässt sich heutzutage in verschiedensten Branchen ein Trend feststellen (siehe etwa das kürzlich von Apple enthüllte IOS26 – sieht unfassbar gut aus, funktioniert eher… naja).  Das ist jedoch ein Thema für sich. Und ja, unsere Schule soll ein modernes Bild abgeben, wenn „modern“ jedoch „wenig bepflanzt und absolut geometrisch“ gleichzusetzen ist, dann will ich zurück in die Vergangenheit.